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Modernes Sportschiessen in Goben

 

Ende 2011 feierte der Verein im Kleinem das 60. Gründungsjubiläum. Und gleichzeitig liefen bereits die Planungen für die künftige Ausrichtung. Der Verein durchlebte in den letzten 60 Jahren mehrere schwere aber auch unglaublich erfolgreiche Jahre. Zu den dunkelsten Kapiteln des Vereins zählen sicher die Jahre 1977 und 1989.

Denn nach 26 Jahren des sehr aktiven Vereinslebens, nahm die Teilnahme an den Vereinsaktivitäten in den 70ern immer weiter ab. 1977 schlief das Vereinsleben schließlich komplett ein. Für einen Verein meist das Ende. Doch ein paar waschechten Gobenern lag der Verein noch am Herzen und sie engagierten sich wieder stärker. Nach über einem Jahr war der Betrieb am Gobener Weg wiedererweckt worden. Die Geselligkeit und Sympathie, die der Verein ausstrahlte war in den Nachbarvereinen bekannt und geschätzt. Doch 1989 erhielt der Verein erneut einen Rückschlag. Das Vereinslokal wurde versteigert und die Schützen standen schuldlos auf der Straße. Nach intensiver Suche fand man ein neues Schützenheim in der Bahnhofstraße, das seitdem sehr geschätzt wird.

Hier startete dann auch der sportliche Erfolg des Vereins. Man lernte aus den Fehlern und engagierte sich in einer beispiellosen Jugendarbeit von Annerl und Franz Schicker. Der Verein wuchs zahlenmäßig rasant an. Alle neuen und jungen Mitglieder wurden gefördert und viele nutzten Ihre Fähigkeiten. Die Jugendarbeit lag dem Verein aber eher aus Idealismus am Herzen. Durch ausgebildete Trainer konnte fachliches Wissen jugendgerecht vermittelt werden. Die Jungschützen zahlten dieses Engagement mit Begeisterung und Erfolgen zurück. Dazu zählte die Niederbayrische Meisterschaft in mehreren Disziplinen und die ersten Teilnahmen an Deutschen Meisterschaften. Der Grundstein war dadurch gelegt worden um langfristig gesellschaftlich und sportlich zugleich erfolgreich zu sein.

Der Verein ist für einige Mitglieder mehr als nur ein Sportverein. Viele Mitglieder wurden gut miteinander befreundet, stehen für einander ein und jeder wird als Gobener eingebunden. Man freut sich für den Anderen, wenn eine Meisterschaft gewonnen wird oder privat z.B. der Bund der Ehe eingegangen wird. Das Gemeinschaftserlebnis ist äußerst stark ausgeprägt, ähnlich einer großen Familie. So ist es wohl auch erklärbar, dass die sehr guten Schützen dem Verein stets die Treue hielten - trotz dem ein oder anderen Angebot von Vereinen höherklassig zu schießen. Dadurch stieg auch ständig die Qualität des Vereins und mehrere Aufstiege waren die logische Konsequenz. Lediglich ein herausragendes Talent, schießt den Liga-Wettbewerb für einen Spitzenverein in Landshut. Markus Unterholzner erlernte das Pistolen schießen in Goben. Bereits nach ein paar Jahren wurde er in verschiedene Kader aufgenommen und so war es auch für den Gobener Verein klar, ihm keine Steine in den Weg zu legen. Eine solche Chance (in der 3. Liga des Schießsports) seine Fähigkeiten zu zeigen, darf man nicht auslassen. Er bleibt dennoch dem Verein eng verbunden.

Mit dieser hohen Anzahl an hochklassigen Schützen,, genießt der Verein derzeit einen guten Namen in ganz Niederbayern. Da nahezu alle aus der eigenen Jugendarbeit und Leistungsförderung stammen, ist Isargrün Goben in der Region außergewöhnlich und dennoch authentisch. Man ist Stolz mit effektiven Mitteln respektable Ziele erreichen zu können. Eine Identifikation mit der Gemeinschaft „Gobener“ und die Förderung aller begeisterter Vereinsmitglieder ist für den Verein am Wichtigstens.

So beschloss man gemeinschaftlich, dass der Verein nun den Schritt ins neue und moderne Zeitalter machen soll. Es begann bereits Anfang des Jahres 2011. Der Aufenthaltsraum wurde für die Mitglieder und Gäste umfangreich aufgerüstet und modernisiert. Auffällig ist eine TV-Anlage mit Beamer. In der Gemeinschaft können so auch andere Sporthighlights erlebt werden. Der zweite Schritt, die informative Homepage isargruen-goben.de soll in erster Linie als Informationsplattform dienen. Um die aktuellsten Ergebnisse zu veröffentlichen und der breiten Öffentlichkeit die Vereinsaktivitäten zeitnah bereitzustellen.


Drei lizenzierte Jugendtrainer sorgen fachlich und überfachlich für eine sehr gute Jugendbetreuung, das viele Eltern sehr schätzen. Darüber hinaus ist im Jugendtraining schon seit ein paar Jahren ein Lichtgewehr im Einsatz. Dadurch können bereits Kinder bedenkenlos an den Sport herangeführt werden. Nebenbei hat das Gerät auch eine Analysefunktion, um den jugendlichen die besten Trainingsmöglichkeiten bereitzustellen. Viele neue Jungschützen nutzen diese Technik seit einem Jahr in einer eigens neugegründeten Klasse.


Im Sommer brachte man dann das größte Projekt in der Vereinsgeschichte auf den Weg. Die Vorstandschaft stimmte einem Antrag zu, die komplette Schießanlage auf den technisch höchsten Stand zu bringen. Dafür wurden rund 13000 EUR investiert. Man beschloss den Kauf einer elektronischen Schießanlage der Marke DISAG. Dank großzügiger Spenden von Vereinsmitgliedern, Gönnern und der Dingolfinger Geschäftswelt, konnte das Vorhaben ungefährdet im Dezember umgesetzt werden. Auch die Stadt Dingolfing förderte die Modernisierung großzügig. Das neue System erfasst die Kugel während des Fluges an der Zielscheibe. Ein Rechner ermittelt die Position und somit den eigentlichen Schusswert. Der Schütze erhält sofort nach der Schußabgabe sein Ergebnis auf dem Monitor vor ihm. Mit der Vernetzung ist es nun sogar möglich im Aufenthaltsraum die Ergebnisse auf den Ständen gleichzeitig darzustellen. Zuschauer und Teamkameraden können in einem Wettkampf so die Leistungen der Einzelnen verfolgen und LIVE mitfiebern und gleichzeitig unterhalten werden.


Generell will der Verein die Öffentlichkeit stärker einbinden und transparent auftreten. Man hat nichts zu verstecken, so betont es Vorstand Franz Schicker stets. Man möchte mit der Modernisierung zeigen, dass das Schützenwesen im 21. Jahrhundert interessant gestaltet werden kann. Bei Biathlon, Poker oder Dart funktioniert es schließlich auch. Jeder kann sich davon überzeugen, wie ein Schützenverein funktioniert und welche sportlichen Leistungen hinter den Zahlen stehen. Es ist ein hervorragendes Hobby für jedes Geschlecht und jedes Alter. Jedem soll es möglich sein, an den Öffnungszeiten (Dienstags und Freitags ab 18:00) ein Bild vom Sportschiessen, der Gobener Gemeinschaft und des besonderen „Etwas“ persönlich mit zu erleben. In ungezwungenem und lockerem Umfeld können die Eindrücke aufgenommen werden – und vor allem ist es unkompliziert und kostenlos.

Zusätzlich wurde bereits vor drei Jahren ein jährliches Gesellschaftsschiessen organisiert. Hier dürfen alle Dingolfinger, die in keinem Schützenverein sind, in einer kleinen Meisterschaft das Sportschiessen testen. Dabei erhalten alle Teilnehmer zusätzlich noch Preise. In der Bevölkerung wurde diese Veranstaltung so gut angenommen, dass es auch in diesem Jahr durchgeführt wird. Die Teilnahme und Anmeldung erfolgt einfach über das Internet oder Kontaktaufnahme.

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